Gerecht oder Selbstgerecht?

drobs Februar 2019

drobs Februar 2019

Im Titelthemenbereich dreht sich diesmal alles um das Thema „Gerechtigkeit“ – allerdings fragen wir durchaus kritisch: Was ist gerecht? Und was eventuell selbstgerecht? Viele Menschen wünschen sich Veränderungen, insbesondere, was die Frage nach sozialem Frieden und sozialer Gerechtigkeit betrifft. In Frankreich demonstrieren die Gelbwesten gegen Emmanuel Macron und für mehr soziale Gerechtigkeit – allerdings teils mit gewaltsamen Methoden.

In Deutschland hat die Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke im Bundestag, Sahra Wagenknecht, mit „Aufstehen“ eine neue linke Bewegung gegründet, die dasselbe anstrebt und die Gelbwesten bzw. ihre Ziele und Methoden ausdrücklich als Vorbild nennt. Mehr als 100 000 Menschen haben sich der Sammlungsbewegung bereits angeschlossen – auch in Dresden gibt es eine Regionalgruppe. Sie alle eint der Wunsch, sich politisch zu engagieren und soziale Missstände anzugehen. Doch steht das Thema Gerechtigkeit auch für die Gründer im Fokus? Und darf in einer Demokratie Gewalt ein Mittel sein, um Gerechtigkeit zu erzeugen?

Des Weiteren haben wir uns wieder einmal dem Thema Bedingungsloses Grundeinkommen gewidmet. Nachdem wir in den letzten beiden Jahren den Kritikern Raum gaben, beleuchten wir dieses Mal mit der Berliner Initiative „Mein Grundeinkommen“ einige der glühendsten Befürworter. Und wir haben Magdalena aus Leipzig befragt, die seit letztem Sommer ein ganzes Jahr lang ein Grundeinkommen von
1 000 Euro bezieht, wie das ihr Leben verändert hat.

Im Neujahrsinterview mit Dresdens oberster Sozialbeauftragter, Sozialbürgermeisterin Dr. Kristin Klaudia Kaufmann (Linke), sind wir zudem der Frage nachgegangen, was die Stadt tut, damit in Dresden in Sachen Mieten und Wohnungsnot nicht bald Münchner Verhältnisse herrschen.

Viel Spaß wünschen wir euch wie immer beim Lesen!

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