
Gestatten? Unsere Sommerausgabe!
Unter dem Titelthema „Des Menschen Würde“ beschäftigen wir uns mit Grund- und Menschenrechten und damit mit dem Fundament unserer Verfassung.
Vor dem Hintergrund der geplanten Gesundheitsreform beschäftigen wir uns in unserer Titelgeschichte mit dem Grundrecht auf Gesundheit – bzw. auf Leben und körperliche Unversehrtheit, wie es in Artikel 2 unseres Grundgesetzes festgeschrieben ist.
Bei genauem Betrachten wird schnell klar: Die geplanten Reformen sparen in erster Linie auf Kosten der Ärmsten und Kränksten, während insbesondere hohe und höchste Einkommen weiterhin kaum zur Finanzierung des Gesundheitssystems herangezogen werden. Vor allem für eine Gruppe könnte das die Situation zusätzlich verschärfen: für die bis zu 2 Millionen Menschen ohne Krankenversicherung. Für sie sieht die Reform weiterhin keine Lösung vor, sondern erhöht sogar die Hürden. Lest, was es bedeutet, in Deutschland nicht krankenversichert zu sein, wie schwer es ist, überhaupt wieder Aufnahme zu finden, wenn man einmal draußen war, und wie ehrenamtliche Initiativen oft unter hohem Kosten- und Zeitdruck staatliches Versagen auffangen. Auch, wenn das deutsche Grundgesetz dies nach wie vor nicht abbildet, ist das Recht auf Wohnraum ein international anerkanntes Menschenrecht. Bis 2030 will die Bundesregierung Wohnungs- und Obdachlosigkeit eigentlich „abschaffen“, doch derweil bleiben immer mehr wohnungslose Menschen immer länger ohne eigene Wohnung – und das vor allem, weil der Staat es versäumt, dringend nötige Weichen z. B. beim sozialen Wohnungsbau oder auch bei der Vergesellschaftung von Wohnraum zu stellen. In der drObs erfahrt ihr, was das für die betroffenen Menschen bedeutet.
Außerdem haben wir René besucht. René arbeitet als Kellner im Neustädter Café „Lloyd’s“ – leider alles andere als selbstverständlich, denn René hat eine geistige Behinderung. Nicht einmal 0,5 Prozent der Betroffenen und nur 57 Prozent aller Menschen mit Behinderung arbeiten auf dem ersten Arbeitsmarkt. Und auch René geht es trotz 7-Stunden-Arbeitstag nicht anders. Warum, erfahrt ihr im Artikel.