
Gerade erst war noch tiefster Winter – und schon starten wir mit unserer März-Ausgabe in den Frühling! Unter dem Titelthema „Frei sein“ dreht sich diesmal alles um das Thema Freiheit und ihre ganz unterschiedlichen Facetten.
In unserer Titelgeschichte begeben wir uns gemeinsam mit Line auf Reisen – auf eine ziemlich ungewöhnliche Weise. Line reist illegal auf Güterzügen durch Europa, eine Freiheit, die sie sich trotz hoher Risiken gezielt nimmt, und die im schlimmsten Fall sogar den eigenen Tod, mindestens aber Gefängnis bedeuten kann.
Hinter Gittern endet die persönliche Freiheit. Doch nicht nur dort. Auch für viele Angehörige von Inhaftierten bekommt die Freiheit dunkle Schatten – gerade für die Kinder. Was die Haft eines Elternteils oder nahen Angehörigen mit den Zurückbleibenden macht, wie eine wenig empathische Gesellschaft die Folgen sogar noch verstärken kann und warum es deshalb sinnvoll ist, soziale bzw. familiäre Verbindungen über die Haftdauer hinweg zu stärken und zu erhalten, darüber haben wir mit einer Betroffenen sowie mit Dresdner Fachstellen gesprochen, die sich um Angehörige von Inhaftierten und die Resozialisierung von Strafgefangenen bemühen.
Außerdem werfen wir einen Blick auf die ab Sommer geplante Einführung der „neuen Grundsicherung“, die das Bürgergeld ablösen soll. Nichtkooperation soll dabei künftig mit Sanktionen von bis zu 100 Prozent bereits nach wenigen Versäumnissen bestraft werden können – bis hin zur Streichung des Wohnkosten. Andreas Aust vom Paritätischen Wohlfahrtsverband sieht im Gespräch mit drObs die reale Gefahr von Verelendung am Existenzminimum und damit eine neue Form von Armut heraufziehen.