Spannungsfelder

drObs 02/2026

Nach einem etwas turbulenten Jahresstart heißen wir euch schließlich auch hier willkommen im neuen Jahr! Krankheitsbedingt ist unsere aktuelle Februar-Ausgabe ein wenig anders geworden als geplant, und wir bedanken uns ganz herzlich bei den Kolleginnen und Kollegen des Leipziger Straßenmagazin Kippe für die Bereitstellung von interessanten Beiträgen! So konnte unsere Februar-Ausgabe unter dem Titelthema „Spannungsfelder“ doch noch pünktlich und vollständig erscheinen.

Erinnert ihr euch noch an den Vorstoß von CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann für eine zentrale Erfassung psychisch erkrankter Straftäterinnen kurz nach der Amokfahrt auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt durch einen psychisch kranken Islamhasser im Dezember 2024? Nein? Kein Wunder, denn im vergangenen Jahr war es nach einem riesigen Shit-Storm still um Linnemann und seine Pläne geworden. Wir haben das Thema nun noch einmal in unserer Titelgeschichte aufgegriffen, denn – hinter den Kulissen arbeiten inzwischen gleich mehrere Bundesländer an der Einführung solcher Zentralregister, und auch in Sachsen gibt es dazu hinter geschlossenen Türen intensive Abstimmungsprozesse. Wir haben darüber mit Menschen gesprochen, die selbst eine psychiatrische Diagnose haben und sich zu Unrecht zur Gefahr für die Gesellschaft gestempelt sehen. Und wir haben den stellvertretenden Leiter der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein getroffen, der warnt: Auch im Nationalsozialismus fing es mit der Problematisierung psychisch kranker Straftäter an, die dann auch die Ersten waren, die im Zuge der massenweisen Vernichtung psychisch kranker Menschen zu Opfern wurden.
Außerdem gehen wir fünf Mythen rings um den Mietendeckel auf den Grund, und ihr erfahrt, warum manche Menschen einfach nichts wegwerfen können und Dinge so lange in ihrer Wohnung horten, bis das Chaos perfekt ist. In Leipzig treffen sich die sogenannten „Messies“ einmal im Monat zum „Messie-Frühstück“ der Diakonie.